Plan B e.V. Verein zur Wahrung und Entwicklung von Grünflächen und urbanen Freiräumen

Der "Flächenverbrauch" in Deutschland nimmt nach wie vor zu. Täglich kommen 81 Hektar oder 116 Fußballfelder Siedlungs-  und Verkehrsfläche in Deutschland dazu (Statistisches Bundesamt, Daten 2013). Davon wird etwa die Hälfte versiegelt. In den letzten 50 Jahren wurde bei uns so viel Fläche verbraucht wie in der gesamten Siedlungsgeschichte davor! Der Verlust von offener Landschaft außerhalb menschlicher Siedlungen war in den vergangenen 50 Jahre so groß wie nie zuvor in der Siedlungsgeschichte Deutschlands. 

 

Plan B steht für die Wahrung und Entwicklung der ökologischen, sozialen und kulturellen Werte von Grünflächen und urbanen Freiräumen. Der Verein verfolgt das Ziel einer Abkehr von unbegrenztem Wachstum in einem begrenzten Raum. Jeder Verlust von Grün- und Freiflächen ist ein unwiederbringlicher Verlust an Biotopen und Erholungsflächen. Die massive Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft ist eine Hauptursache, dass immer mehr Tierarten in Deutschland verschwinden. Der Schutz der Naturflächen muss jetzt konsequent Vorrang haben!

 

Plan B steht für einen nachhaltigen Umgang mit Flächen. Innovative Ideen und Lösungen einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung statt Bauen und Flächenausweisungen ohne Tabus sind gerade in Städten gefragt, in denen noch ein paar Jahre die Bevölkerung wächst. Städtische Bau- und Flächenpolitik sollte den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gerecht werden und nicht im Interesse kurzfristiger Gewinnmaximierung stehen.

 

Plan B steht für dauerhaft bezahlbaren Wohnraum, der den freien Marktkräften entzogen wird. Städtische Wohnungspolitik sollte die Wohnungsnot durch ein Bündel sinnvoller Maßnahmen entspannen, die diejenigen erreichen, die unter hohen Mieten leiden und keinen bezahlbaren Wohnraum finden. Auf „Sickereffekte“ durch hochpreisigen Wohnungsbau zu hoffen, die nicht stattfinden, ist Politik von gestern.

 

Plan B steht für eine neue Art der Bauleitplanung, bei der die Interessen der betroffenen Bürger ernst genommen werden, neue Medien und Methoden der Partizipation Anwendung finden und der Flächenbedarf differenziert und am konkreten Bedarf ermittelt wird. Flächennutzungsplanung, bei der allein die beiden quantitativen Maßzahlen Bevölkerung und individueller Wohnraumbedarf maßgebend sind, ist nicht mehr zeitgemäß. Die statistische Ableitung, dass jede und jeder von uns von Jahr zu Jahr immer mehr Wohnfläche beanspruchen wird, ist nicht zielführend und angesichts der wirtschaftlichen Situation in Gegenwart und Zukunft fragwürdig. Und angesichts der verheerenden ökologischen Auswirkungen ist sie als Begründung für weiteren Flächenverbrauch nicht mehr vertretbar.

 

 

Wenn Sie die Grünflächen und Erholungsräume bewahren möchten, unterstützen Sie uns: Werden Sie aktives Mitglied in Plan B e.V. oder  werden Sie Fördermitglied von Plan B e.V. oder werden Sie Pate für ein Stück Grünfläche in ihrer Nähe.

Schützen Sie Ihre Grünfläche, wenn Sie eine solche besitzen, indem Sie mit uns zusammenarbeiten oder uns Ihre Fläche verpachten oder verkaufen.

 

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Aktuelle Projekte

Naherholung

Natur- und Artenschutz in der Stadt

Ursprüngliche Natur und stark bedrohte Arten finden wir in der Stadt selten. Dennoch ist der Schutz der Natur in urbanen Lebensräumen von großer Bedeutung. Stadtnatur erfüllt viele ökologische und soziale Aufgaben. Sie sichert ein gesundes Stadtklima, bietet Erholung und Naturerfahrung und hilft die biologische Vielfalt zu schützen.

Artenschutz

Streuobstwiesen sind ein Mosaik aus verschiedenen Kleinlebensräumen. Deshalb können auf ihnen rund 5000 Tier- und Pflanzenarten leben. Typische Bewirtschaftungsformen wie extensive Mahd und Beweidung fördern einen immensen Pflanzenreichtum im Unterwuchs. Viele bunt blühende Kräuter wie bspw. Margerite, Witwenblume, bei, Veilchen und Schlüsselblume gehören dazu. An den Bäumen gedeihen spezielle Pilze, Moose und Flechten. Zusammen mit Obstbaumblüte und Früchten liefert der Lebensraum ein ganzjähriges Nahrungsangebot. Von besonderem Wert sind die Streuobstbestände als Bienenweide für die Imkerei. Den größten Anteil an Tierarten nehmen Insekten wie Käfer, Wespen, Hummeln, Bienen und Schmetterlinge ein. Für viele Vogelarten und Säugetiere sind alte Streuobstbestände durch ihren Höhlen und Totholzreichtum die ideale Lebensstätte. Der Steinkauz ist geradezu zum Symbol der Streuobstwiesen geworden. Genannt seien des weiteren Garten- und Siebenschläfer, Haselmaus, Fledermäuse, Wiedehopf, Grünspecht, Wendehals und Gartenrotschwanz. Viele der auf Streuobstwiesen vorkommenden Arten sind in den Roten Listen als gefährdet eingestuft. 

Flächenschutz

Täglich wird in Deutschland die Fläche von 200 Fußballfeldern zubetoniert. Die Konsequenz: Böden werden versiegelt, Grundwasservorkommen beeinträchtigt, Tier- und Pflanzenarten verschwinden. 

Naturschutz

Naturschutz fängt vor deiner Haustüre an!